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Was ist eigentlich Selbst - Regulation?

 

Die meisten Menschen kennen das: eigentlich ist alles in Ordnung. Wir fühlen uns wohl, sicher und  alles geht seinen Gang.                                                     

Doch dann passiert irgendetwas, nach dem alles anders ist, als vorher – es wirft uns etwas aus der Bahn!  Das kann ein „kleiner“ Unfall, eine beängstigende medizinische Diagnose, eine Trennung oder der Verlust eines geliebten Menschen sein.   Aber vielleicht auch ein Arbeitsplatzverlust oder die Angst davor, eine Gewalterfahrung (sowohl körperlich als auch verbal), eine Lebenskrise und vieles mehr.

Wir nehmen Veränderungen an uns wahr (körperlich, mental…), die wir gar nicht den Ereignissen zurechnen. Vielleicht können wir nicht mehr gut schlafen, sind gereizt oder antriebsarm u.v.m. 

Sogar noch lange nach solchen Ereignissen.  Auf jeden Fall fühlen wir uns aus dem „Fluss des Lebens“ herausgeworfen.

Damit hier im Sinne des Lebens / Überlebens kein Schaden entsteht, hat die Natur, die Biologie, die Physiologie, Mechanismen entwickelt, die uns davor bewahren, das der Schaden zu groß wird.

Das alles findet u.a. auf der Ebene des autonomen Nervensystems und des Unbewussten statt - deshalb auch "Selbst". 

 

Wir Menschen sind biologische Wesen und nicht getrennt. Körper und Geist sind eine Einheit, beeinflussen sich ständig und haben   entwicklungsgeschichtlich uralte Systeme, die dafür sorgen, dass wir bei o.g. Lebensereignissen biologisch, körperlich, psychisch und       mental überleben können. Dabei sogar gestärkt aus solchen Situationen hervorkommen.  

Bei Stress, Aktivierung, Übererregung ist es normalerweise in der Lage, dass es zu ausgleichenden Regulierungen kommt, damit der Organismus und die Psyche keinen Schaden nehmen (Stressreaktion – Erholungsreaktion). Wenn es zu heftig kommt, verlieren wir              diese Fähigkeit und man nennt diesen Zustand auch dys-reguliert - das Gegenteil von reguliert.

 

Diese uns innewohnende Fähigkeit der Selbstregulation zu unterstützen, ist mein Anliegen und

mein Schwerpunkt im therapeutischen Handeln (körperorientierter, Psycho-physiologischer Ansatz). 

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„Durch unsere Fähigkeit zur Selbstregulation können wir eigene Erregungszustände und schwierige Emotionen im Allgemeinen bewältigen und haben damit eine Grundlage für die Balance zwischen authentischer Autonomie und gesundem sozialen Engagement (in Beziehung gehen). Zusätzlich ermöglicht uns diese Fähigkeit, das uns allen zugängliche Gefühl wachzurufen, sicher „in uns selbst zu ruhen“, da wo alles gut ist und wir zuhause sind.“                                                                                                           Dr.Peter Levine, aus „Sprache ohne Worte“, S.32